Wenn wir unserer Vorurteile beiseite lassen, bemerken wir, dass Spinnen äußerst interessante Tiere sind und zudem noch schön. Spinnentiere bilden eine eigene Klasse innerhalb des Tierstammes der Gliederfüßer. Eine andere bekannte Klasse bilden die Insekten. Insofern sind Insekten und Spinnen zwar entfernt verwandt, jedoch grundsätzlich verschieden. Auffällige Unterschiede sind die Augen und die Beine. Spinnen haben Punktaugen während, Insekten die Welt durch Facettenaugen sehen. Insekten haben sechs Beine, während die Spinnen sich mit acht Beinen fortbewegen. Zudem haben viele Insekten Flügel, was ihnen das Aktive fliegen ermöglicht, während einige Spinnenarten zwar fliegen, das aber nur mittels eines Flugfadens, an dem die Spinne hängend vom Wind in die Ferne getragen wird. Siehe hierzu den Artikel „Baldachinspinne“ vom 8. Dez. 2020. Ein weiterer Unterschied ist der Körperbau. Der Insektenkörper gliedert sich in Kopf, Brust und Hinterleib, während der Spinnenkörper zweigeteilt ist in Kopf/Brust einerseits und dem Hinterleib andererseits.
Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia)
BILD © Gerd Hardt
Das Bild zeigt ein Weibchen von etwa 1 cm Größe. Obwohl diese Spinnenart kein Netz baut, gehört die Art zu den Webspinnen. In den Monaten Mai bis Juli sitzt sie in den Blüten der Pflanzen und lauert Insekten auf. Ihre Beute sind Schwebfliegen, Bienen, Käfer und sogar Hornissen. Das Opfer wird mit den Vorderbeinen ergriffen und durch einen giftigen Biss in den Hals getötet. Die Besonderheit bei dieser Spinne ist ihre Fähigkeit, die Farbe zu wechseln.
Die Spinne ändert ihre Farbe entsprechend der Farbe der Blüte und ist damit so gut wie nicht mehr sichtbar. Diese Fähigkeit und die Ähnlichkeit ihres Körpers mit einer Krabbe haben ihr den treffenden Namen gegeben.
Wespenspinne (Argiope bruennichi)
BILD © Gerd Hardt
Ursprünglich ist die Wespenspinne eine Bewohnerin des Mittelmeergebietes. Langsam, aber sicher wandert sie immer weiter nördlich und hat dabei auch unseren Golfclub erreicht. Wie auch schon in meinem Beitrag über Schwebfliegen, sehen wir hier ein wunderbares Beispiel für Mimikry. Die Spinne tarnt sich gegenüber ihren Fressfeinden als Wespe. Daher der Name. Auffällig ist der silbrige Vorderkörper der Spinne. Die Spinne erbeutet hauptsachlich Grashüpfer in einem Radnetz. Das Weibchen erreicht eine Größe von 17 bis 20 mm und ist damit um das Dreifache größer als das Männchen mit seinen nur 6 mm. Nach der Paarung wird das Männchen in den meisten Fällen vom Weibchen verspeist! Die obigen Bilder finden Sie unter „Tiere auf der Golfanlage“. Dort können Sie sie durch Anklicken vergrößern und mehr Details erkennen. Weiterführende Informationen finden Sie mittels des beigefügten LINKS https://de.wikipedia.org/wiki/Webspinnen Ihr Gerd Hardt GOLF & NATUR TEAM


In Kooperation mit dem DGV e.V - Deutscher Golf Verband als Dachorganisation. In Zusammenarbeit mit Bundesamt für Naturschutz und Greenkeeper Verband Deutschland e.V. sowie der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen. (DQS) Wissenschaftliche- und qualitätssichernde Begleitung durch Dr. Gunther Hardt.