Sie werden auch in diesem Jahr wieder bemerkt haben, dass sich kleine Insekten auf Ihrem Golfball offenbar wohl fühlen. Auch wenn einige dieser kleinen Flieger wie Wespen aussehen, sind es doch nur harmlose Schwebfliegen. Das Vortäuschen von Gefährlichkeit (Wespen, Hornissen, etc.) dient zur Abschreckung von Fressfeinden und ist als Mimikry bekannt. Wie auch einige andere Insekten, fühlen sie sich von hellen Farben angezogen.
Garten-Schwebfliege
Weltweit gibt es etwa 6000 Arten, davon kommen um die 400 Arten bei uns vor. Schwebfliegen sind wahre Flugkünstler. Bis zu 300 Flügelschläge pro Sekunde ermöglichen es ihnen, ruhig in der Luft zu stehen und rückwärts zu fliegen. Die erwachsenen Tiere ernähren sich hauptsächlich von Pollen und Nektar. Die Larven dagegen sind räuberisch und vertilgen Unmengen an Gemeine Keilfleck-Schwebfliege Blattläusen. Sie werden heutzutage gezielt in der biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Indem die Schwebfliegen ständig von einer Blüte zur nächsten fliegen, sind sie neben Bienen, Wespen, Hummeln wichtige Bestäuber unserer Flora. Einige Arten verhalten sich im Herbst wie Zugvögel. Sie ziehen gen Süden, überqueren dabei sogar die Alpen und kehren im Frühjahr zu uns zurück. Ich denke, dass diese kleinen Flugkünstler es verdient haben, dass wir sie nicht einfach wegschnippen und damit verletzen, sondern dass wir sie vorsichtig vertreiben. Waldschwebfliege
Von der Vielzahl interessanter Arten habe ich Ihnen vier ausgewählt, die bei uns auf dem Golfplatz vorkommen. Die auf Ihrem Golfball ist mit großer Wahrscheinlichkeit die abgebildete Hain-Schwebfliege. Hainschwebfliege auf Wilder Möhre




GOLF & NATUR TEAM Ihr Gerd Hardt
Fotos © Gerd Hardt
In Kooperation mit dem DGV e.V - Deutscher Golf Verband als Dachorganisation. In Zusammenarbeit mit Bundesamt für Naturschutz und Greenkeeper Verband Deutschland e.V. sowie der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen. (DQS) Wissenschaftliche- und qualitätssichernde Begleitung durch Dr. Gunther Hardt.