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Silberreiher
Grau und Silberreiher
Familie: Reiher (Ardeidae), Ordnung: Schreitvögel (Ciconiiformes), Klasse: Vögel (Aves), Stamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Vielleicht haben Sie sie bemerkt, die Silberreiher. Meistens im Winter haben wir diese wunderschönen Vögel zu Gast im Golfclub MainTaunus. Und angefreundet haben sie sich auch bereits mit unseren Graureihern. Meistens halten sie sich an den Ufern der großen Seen zwischen den Bahnen 6, 7, 8, 13 und 17 auf und warten auf Fressbares. Aussehen Der Silberreiher ist ein großer, weißer Reiher mit gelbem Schnabel und dunklen Beinen und Füßen. Seine Länge beträgt 85 bis 100 Zentimeter, die Flügelspannweite beträgt 145 bis 170 Zentimeter und das Gewicht 1 bis 1,5 Kilogramm. Verbreitung Der Silberreiher ist weltweit verbreitet und damit der am weitesten verbreiteten Reiher. Neben dem amerikanischen Kontinent, wo er, bis Südkanada vorkommt, lebt er in Süd- und Mitteleuropa, darunter auch Deutschland, in Afrika und im Nahen Osten. Er brütet regelmäßig am Neusiedler See und in den Niederlanden. Im Jahre 2002 gelang der Nachweis von Bruten an einem oberbayerischen Voralpensee.
Lebensraum Der Silberreiher lebt in Schilfgürteln, an Seen, Flüssen und Altarmen sowie in Sümpfen, die mit Bäumen und Büschen bestanden sind. Außerhalb der Brutzeit hält er sich auch gerne in großflächigen Grünlandgebieten auf. Nahrung Insekten, Amphibien, Fische und Mäuse bilden im Wesentlichen die Nahrung des Silberreihers. Am Niederrhein sucht er vor allem auf den großflächigen Grünlandflächen nach Nahrung. Dabei sucht er regelmäßig die Nähe zu den dort überwinternden arktischen Wildgänsen. Diese fressen das Gras kurz, so dass Silber- und Graureiher dann dort besonders gut nach Mäusen jagen können. Fortpflanzung Silberreiher leben in monogamer Saisonehe und werden im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif. Sie brüten in Kolonien aber auch einzeln. Die bis 100 cm großen Nester werden dicht an dicht auf der Erde erbaut, meist in unzugänglichem Röhricht. Die auffällig weiß gefärbten Schreitvögel sind hier kaum zu entdecken. Es kommt auch vor, dass sie in tiefem Gesträuch platziert werden. Meist werden April/Mai im Abstand von zwei Tagen 3-5 hellblaue Eier gelegt, die vom ersten Tag an von beiden Partnern bebrütet werden. Die Jungvögel schlüpfen nach 25-26 Tagen und sind mit 40-50 Tagen flügge. Die Kolonie wird meist 10 Tage nach Schlüpfen verlassen. Nachgelege werden beobachtet. 75 % der Jungvögel überleben das erste Lebensjahr nicht. Quelle: Bauer/Bezzel/Fiedler: Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas 2005
Bestand Der Bestand ist in Deutschland seit etwa zwanzig Jahren steigend. Die meisten Silberreiher werden im Herbst und Winter beobachtet. Im September und Oktober liegt der Schwerpunkt in Brandenburg, Sachsen und Bayern, wo vor allem in Feuchtgebieten und Teichen Gruppen bis zu 60 Silberreiher beobachtet werden können. So wurden bei einer Zählung im Oktober 2001 in Bayern 102 Vögel erfasst. In den Wintermonaten können vor allem in Nord- und Westdeutschland Silberreiher beobachtet werden, wobei der Niederrhein zwischen Duisburg und dem deutsch-niederländischen Grenzgebiet zwischen Kleve und Nijmegen mit rund 150 Überwinterern ein Schwerpunkt zu sein scheint. Hier erscheinen im August und September die ersten Silberreiher. Von Oktober bis März werden die größten Bestände festgestellt. Quelle: „Silberreiher“. In: Wikipedia, Die Freie Enzyklopädie
PS Bitte beachten Sie auch den Artikel „Der Seidenreiher“ vom Dezember 2019 hier im Ordner „Natur News“


Gerd Hardt GOLF & NATUR TEAM
Foto Silberreiher, Katrin Montag Foto Grau- und Silberreiher, NABU – Claus Koenig
In Kooperation mit dem DGV e.V - Deutscher Golf Verband als Dachorganisation. In Zusammenarbeit mit Bundesamt für Naturschutz und Greenkeeper Verband Deutschland e.V. sowie der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen. (DQS) Wissenschaftliche- und qualitätssichernde Begleitung durch Dr. Gunther Hardt.
Original-Beitrag als PDF: Silberreiher (Ardea alba), Syn.: (Casmerodius