Sie werden sich fragen, was diese so unterschiedlichen Tiere aus ganz verschiedenen „Ordnungen“ verbindet, um darüber einen Artikel zu schreiben. Die Antwort: Die Wiesenschnake, Tipula paludosa in der Entwicklungsstufe einer Larve ist für die Krähe, Corvus c. corone, ein gefundenes Fressen -im wahrsten Sinnen der Bedeutung. Allerdings muss die Krähe den köstlichen Happen erstmal finden und damit kommt dann unser Golfplatz ins Spiel. Dass Krähenvögel clever sind, bzw. einen gewissen Grad an Intelligenz besitzen, ist inzwischen belegt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Krähen bemerkt haben, dass der Tisch für sie bei uns reichlich gedeckt ist. Leider, aus der Sicht der Golfer, krabbeln die köstlichen Larven nicht oben auf der Rasenfläche, sondern einige Zentimeter tief im Boden und fressen dort an den zarten Wurzeln der Gräser. Die Mutterschnake legt nämlich ihre Eier mit ihrem Legeapparat in den Boden. Die Ironie der Geschichte ist, dass die Krähen zwar die Schädlinge beseitigen, dabei aber ihrerseits riesige Schäden anrichten, indem sie die Rasenfläche zerstören.
Ein Wort noch zum Begriff der Schnake. Die Schnaken bilden eine Familie in der Ordnung der sogenannten Zweiflügler. Eine andere Familie in der Ordnung Zweiflügler sind die Stechmücken. Schnaken sind also keine Stechmücken. Sie können überhaupt nicht stechen. Der oft umgangssprachliche Gebrauch von Schnake in den südlicheren Bundesländern für Stechmücke ist somit falsch. Selbst Weberknechte werden oftmals als Schnake bezeichnet, obwohl diese zu den Spinnentieren gehören. Wer dazu mehr wissen möchte, findet in den beigefügten LINKS die Antworten.
https://www.biologie-seite.de/Biologie/Schnaken https://www.biologie-seite.de/Biologie/Stechm%C3%BCcken GOLF & NATUR TEAM Gerd Hardt
Foto 1 Wiesenschnake © Holger Gröschl Foto 2 Rabenkrähe © Peter Barnickel Foto 3 Großflächige Zerstörung / Gerd Hardt Foto 4 Rasen nach der Krähenmahlzeit / Gerd Hardt




In Kooperation mit dem DGV e.V - Deutscher Golf Verband als Dachorganisation. In Zusammenarbeit mit Bundesamt für Naturschutz und Greenkeeper Verband Deutschland e.V. sowie der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen. (DQS) Wissenschaftliche- und qualitätssichernde Begleitung durch Dr. Gunther Hardt.