Liebe Golfer, liebe Naturfreunde. Mit Abstand das häufigste und aktivste Säugetier ist auf unserer Anlage der Homo sapiens, golfericus. Daneben gibt es natürlich die Fledermäuse, den Fuchs, den Gartenschläfer
Gartenschläfer Bild: Gerd Hardt
und Wildschweine als nachtaktive Gesellen. Eher gesellig sind da die Nutrias, Eichhörnchen und Kaninchen, wobei letztere seltener geworden sind. Ab und zu sieht man auch einen Hasen, der sich aber schnell verzieht. Eine Vielzahl der Tiere bilden die Vögel, die durch ihr meist auffälliges Gefieder und oder durch Gesang und Flug Aufmerksamkeit erlangen. Neben den geläufigen Gartenvögeln wie Sperling, Meisen, Buchfink, Amsel etc. bietet unsere Anlage auch vielen anderen Arten Lebensraum. So sind Buntspecht, Grünspecht, Grünspecht Bild: Kathrin Montag
Kuckuck und Star hier heimisch und die Weißstörche kommen von der Wicker Deponie uns besuchen.
Weißstorch Bild: Peter Barnickel
Mäusebussard, Schwarzmilan und Rohrweihe haben schon bei uns gebrütet und der Sperber jagt hier Kleinvögel. Als kauzige, liebe Gesellen brüten Steinkäuze in Höhlen bei uns. Diese kleinen Eulen von ca. 23 cm Größe brauchen Höhlen für ihre Brut, da Eulen keine Nester bauen. Zu diesem Zweck haben wir 6 künstliche Höhlen/Niströhren in Bäumen platziert, die auch angenommen werden.
Rohrweihe Bild: Stefan Wehr
Steinkauz Bild: Gerd Hardt
Zudem hoffen wir, dass auch der Wiedehopf sich irgendwann entschließt, dieses Angebot anzunehmen. Bisher war der stark gefährdete und immer seltener werdende Wiedehopf immer nur kurzzeitig als Gast bei uns, wenn auch in größerer Anzahl. Seit dem vorigen Jahr haben wir auch einen Nistkasten der speziell für den Wiedehopf konzipiert wurde.
Wiedehopf Bild: Dr. Stefan Dröse
Da unsere Anlage sehr naturbelassen ist, gibt es viel kleinere Bäume und viele Büsche, die Schutz und Nistmöglichkeit bieten und daher vom Zilpzalp und der Mönchsgrasmücke gern angenommen werden. Und natürlich singt uns die Nachtigall ihr Lied an vielen Stellen der Anlage. Von hoher Warte aus singt uns der Pirol sein kurzes Lied, ohne das er sich zeigt. Pirol Bild: Stefan Wehr
Durch die großen Wasserflächen mit dem entsprechenden Uferbewuchs ist es nur natürlich, dass sich Wasservögel hier sehr wohl fühlen, sowie Arten, die anderweitig ans Wasser gebunden sind. Als eine Besonderheit hatten wir vor einigen Jahren eine Brut der Beutelmeise in einer Weide am Uferrand unserer Bahn 11. Ein besonderes Erlebnis hatte der Verfasser, als ich vor Jahren beobachtete, wie ein Fischadler über dem See der Bahn 8 herniederstürzte und sich einen Fisch als Zwischenmahlzeit auf seinem Weiterflug holte. Andere Vögel bewegen sich mehr auf dem Wasser und den angrenzenden Grasflächen. So haben wir zeitweise sowohl Graugänse, Nilgänse, Kanadagänse und vereinzelt Kurzschnabelgans und Weißwangengans gleichzeitig bei uns. Und selbst eine Streifengans hat sich mal für einige Tage bei uns aufgehalten.
Der Graureiher ist ständig da und wird in der kalten Jahreszeit vom Silberreiher besucht. Im Jahr 2019 gab eine kleine ornithologische Sensation: der wirklich seltene Seidenreiher hielt sich bei uns für ca. 10 Tage auf. Die Kormorane laben sich am Fischreichtum der Seen so wie auch die hin und wieder auftauchenden Haubentaucher, Gänsesäger und Zwergtaucher. Sehr zuhause fühlen sich Blesshühner und Höckerschwäne bei uns, die uns jedes Jahr wieder mit ihren Küken erfreuen.
Höckerschwan Bild: Gerd Hardt
Als weitere Besonderheit lieben wir unsere Eisvögel. An der Bahn 17 am Ufer haben wir einen Kasten mit 2 Brutröhren/Brutkammern aufgestellt, der ein Steilufer simuliert und zur Brut einlädt. Neben den Säugern und Vögeln kommen bei uns natürlich auch Tiere anderer Klassen vor. So in unseren Gewässern Fische wie Wels, Hecht, Karpfen etc.
Eisvogel Bild: Barbara Schui
An Reptilien und Amphibien sind zu nennen die Ringelnatter und Froschlurche. Den größten Teil der anwesenden Tiere stellt allerdings der Stamm der Gliederfüßer, zu dem die Insekten und Spinnen gehören. Bei den Spinnen denkt sich die Krabbenspinne: was das Chamäleon kann, kann ich schon lange und ändert seine Farbe, je nachdem auf welcher Blüte sie sitzt, um ankommende kleine Fliegen zu fangen. Anders die Wespenspinne! Sie sieht aus wie eine Wespe und vermittelt für Fressfeinde, dass sie gefährlich sei; eine wirksame Form von Mimikry. Wespenspinne Bild: Gerd Hardt
Zu den bei Menschen beliebten Insekten gehören eindeutig die hübschen Schmetterlinge, die unserer Blumenwiesen bevölkern, darunter: Aurora Falter, Tagpfauenauge, Zitronenfalter, Admiral, Weißlinge, Schillerfalter, Taubenschwänzchen und noch viele andere.
Die biologische Vielfalt unserer Anlage bietet mit sandigen Bereichen, Teichen und deren Uferbereiche auch den Libellen sehr guten Lebensraum. Und so ist es nur natürlich, dass alle gängigen Arten bei uns vorkommen –darunter auch die herrlich Blauflügel Prachtlibelle.
Blauflügel Prachtlibelle Bild Gerd Hardt
Von schlechtem Ruf sind vor allem Bienen und Wespen über die leider viel Unsinn verbreitet wird. Es lohnt sich wirklich, zu dem Thema Insekten, Insektensterben die Informationen der Naturschutzverbände NABU, BUND, HGON zu nutzen. Im Rahmen des Projektes „GOLF und NATUR“ des DGV haben wir im Jahr 2018 an unserer Bahn 17 inmitten einer Blumenwiese eine Insektenwand für Wildbienen platziert. Ein Besuch lohnt sich. Wir haben eigens einen Weg für Sie angelegt. Ach ja, Wildbienen stechen nicht! Nach der Runde bietet sich an, die Eindrücke in Ruhe nochmal Revue passieren zu lassen. Sowohl was Ihr Golfspiel betrifft als auch Flora und Fauna auf unserer Anlage. Dazu biete sich unsere schöne Terrasse geradezu an. Wir freuen uns auf Sie. Ihr Gerd Hardt














In Kooperation mit dem DGV e.V - Deutscher Golf Verband als Dachorganisation. In Zusammenarbeit mit Bundesamt für Naturschutz und Greenkeeper Verband Deutschland e.V. sowie der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen. (DQS) Wissenschaftliche- und qualitätssichernde Begleitung durch Dr. Gunther Hardt.
Original-Beitrag als PDF: FAUNA im Golf-Club Main-Taunus - treten Sie näher, wir beißen nicht!