Wenn Sie das 16te Grün verlassen und in Richtung der Bahn 17 gehen, kommen Sie gar nicht umhin, unsere wunderschönen Wiesen zu bewundern. Manchmal dominiert das Weiß der Margerite (Leucanthemum vulgare), die auch „Weiße Wunderblume“ und „Orakelblume“ genannt wird, die Wiese. Und Orakelblume deshalb, weil man sie vor langer Zeit bei rituellen Beschwörungen verwendet hat. Botanisch gehört die Margerite zur Familie der Korbblütler, zu der auch der Kopfsalat, Arnika, der Löwenzahn, die Sonnenblume und viele andere Arten gehören. Margerite
Daneben kontrastiert sehr schön der Wiesensalbei (Salvia pratensis) durch seine blau-lila Farbe. Anders als beim Küchensalbei ist der Geruch der Blätter nur unbedeutend. Salbei gehört zu der Familie der Lippenblütler und ist damit verwandt mit Thymian, Lavendel, den Minzen, Oregano etc. pp. Sowohl Thymian als auch Oregano sind hier in der Wiese zu finden. Wiesensalbei
Sehr schön aber nur vereinzelt präsentiert sich die Karthäuser-Nelke (Diánthus carthusianórum) in einem wunderbaren Rot. Angeblich soll der Name von den Kartäuser-Mönchen stammen, die damals bereits die in der Pflanze vorhandenen Saponine zur Schmerzlinderung benutzt haben.
Karthäuser-Nelke
Eine Blume, die besonders durch die Form eines Teiles ihrer Blüte auffällt, ist das TaubenkropfLeimkraut (Siléne vulgaris). Die Kelchblätter bilden eine dicke, aufgeblasene Röhre, der die Blume einen Teil ihres Namens verdankt. Der andere Teil, Leimkraut, kommt von der früheren Verwendung zur Seifenlaugen Herstellung. Obwohl das Leimkraut auch tagsüber blüht, entwickelt es doch erst nachts seinen intensiven Duft und wird daher hauptsächlich von Nachtfaltern besucht und bestäubt.
Taubenkropf-Leimkraut
Die Acker-Witwenblume (Knautia arvénsis) gehört zu der Familie der Kardengewächse. Die Blütenköpfe sitzen einzeln auf den Stängeln und fallen durch die Vielzahl der Blättchen sofort ins Auge. Wie viele andere Pflanzen auch, wurde sie früher als Heilpflanze verwendet, da sie Gerb- und Bitterstoffe enthält. Uns erfreut sie heutzutage durch die Zartheit ihrer Farbe und der Blütenblätter. Acker-Witwenblume





Im August 2019 Gerd Hardt GOLF & NATUR TEAM
Fotos © Gerd Hardt
In Kooperation mit dem DGV e.V - Deutscher Golf Verband als Dachorganisation. In Zusammenarbeit mit Bundesamt für Naturschutz und Greenkeeper Verband Deutschland e.V. sowie der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen. (DQS) Wissenschaftliche- und qualitätssichernde Begleitung durch Dr. Gunther Hardt.