Mit 23 cm Größe ist der Steinkauz eine kleine Eule, nur der Sperlingskauz ist mit 16 – 17 cm noch winziger. Schleiereule, Waldohreule und Waldkauz erreichen dagegen Größen zwischen 34 und 38 cm. Die größte Eule überhaupt ist der Uhu mit knapp 70 cm. Der Steinkauz bevorzugt als Lebensraum offenes Gelände. Daher sind Streuobstwiesen und Gärten für ihn ideal. Er benötigt ausreichend Bruthöhlen und Tagesverstecke. Da alte Bäume in unserer aufgeräumten Welt zu schnell entfernt werden, gibt es immer weniger natürliche Bruthöhlen. Auch dem Specht, dem natürlichen Zimmermann von Bruthöhlen, bieten sich immer weniger Gelegenheiten, an Altholz Bruthöhlen für sich selbst und andere Vögel zu bauen. Um dem Steinkauz eine Überlebensmöglichkeit zu geben, haben Naturschützer bereits vor 30 Jahren begonnen, Niströhren als Ersatz für natürliche Höhlen anzufertigen. Diese wurden dann in geeigneten Biotopen in Bäumen platziert. Erfreulicherweise konnten auf diese Art die Bestände des Steinkauzes stabilisiert werden. Trotzdem gilt der Steinkauz in der „Rote Liste der Brutvögel in Deutschland“ als stark gefährdet. Auf unserem Golfplatz befinden sich derzeit 8 Steinkauz-Niströhren. Das beste Brutergebnis in einem Jahr waren 3 Bruten mit 10 Jungvögeln. Der Steinkauz ist ein Standvogel und zeichnet sich aus durch Brutorttreue. Die Jungvögel suchen sich bereits im jungen Erwachsenenalter ihr eigenes Revier, das allerdings meist nicht weit entfernt vom Geburtsort liegt. Es ist daher empfehlenswert, dort wo der Steinkauz noch vorkommt, mindestens 3 Niströhren in näherer Umgebung anzubieten. Im Gegensatz zu anderen Eulen jagt der Steinkauz manchmal auch tagsüber, insbesondere wenn Jungvögel zu füttern sind. Seine Hauptaktivität liegt allerdings zwischen Dämmerung und Mitternacht. Hin und wieder gönnt er sich auch mal ein wärmendes Sonnenbad und ist dann sehr schön zu beobachten. Die Nahrung ist vielfältig und besteht aus Insekten und deren Larven, Regenwürmern, Mäusen, Kleinvögeln, Eidechsen und Fröschen. Ob der Vogel wirklich weise ist, wird von manchen Vogelfreunden allerdings bezweifelt, da Steinkäuze in Dauerehe leben. Gerd Hardt Golf & Natur Team des GCMT e. V.

In Kooperation mit dem DGV e.V - Deutscher Golf Verband als Dachorganisation. In Zusammenarbeit mit Bundesamt für Naturschutz und Greenkeeper Verband Deutschland e.V. sowie der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen. (DQS) Wissenschaftliche- und qualitätssichernde Begleitung durch Dr. Gunther Hardt.
Original-Beitrag als PDF: Der Steinkauz (Athene noctua) (Bild von Winfried Rusch)